Froschblog Tag 2
Heute spukte mir den ganzen Tag das Thema "Statistik" im Kopf rum. Schuld ist die Presse, die in letzter Zeit meldete, dass jeweils ca. 75% der Befragten "trotz allem" (gemeint ist wohl Dr-Skandal) noch hinter Guttenberg und der Deutschen Bahn (hier wohl streikbezogen) stehen.
Inhaltlich ist mir das zwar nicht verständlich (ich persönlich rege mich auf, wenn ich zu einem gewissen Zeitpunkt in B sein muss aber von A gar nicht erst wegkomme - vor allem, wenn ich dafür schon gezahlt habe), aber mich interessiert mehr, wie solche Ergebnisse überhaupt zustande kommen? Was werden die Leute eigentlich gefragt? Und wer bezieht hier Stellung? Das wäre doch mal interessant zu wissen.
Bei der ersten großen Volksbefragung in den 80'ern (ein riesen Aufreger damals - für alle die es durch die Gnade der späten Geburt versäumt haben) kam z.B. raus, dass in Deutschland wesentlich mehr (man nennt das dann "statistisch signifikant") Frauen verheiratet sind als Männer. Das sorgte für allgemeine Verwirrung. Wie geht das denn (Frauen durften damals noch nicht unter sich heiraten)? Ausländer-Pendler-Ehen? Hohe Dunkelziffer männlicher Bigamisten? Nein, viel simpler: da die Befragungen von Haustür zu Haustür und meist durch Männer stattfanden, haben viel Frauen, die alleine zuhause waren, auf die Frage "verheiratet?" mit ja geantwortet (gelogen) - vermeintlich um sich vor etwaigen Übergriffen durch die Befrager zu schützen.
Übrigens gibt es auch Statistiken, die besagen, dass in Gefängnissen, in denen viele Kartoffeln gegessen werden, mehr Gewaltbereitschaft herrscht (Upps - ich sehe die Kartoffellobby in Aktion treten...). Fazit? Liebe Journalisten: Bitte keine Statistiken als Nachricht!
(P.S. Liebes Internet-Orakel, gibt das Frosch-Punkte, auch wenn es Spaß macht, es loszuwerden?)
Inhaltlich ist mir das zwar nicht verständlich (ich persönlich rege mich auf, wenn ich zu einem gewissen Zeitpunkt in B sein muss aber von A gar nicht erst wegkomme - vor allem, wenn ich dafür schon gezahlt habe), aber mich interessiert mehr, wie solche Ergebnisse überhaupt zustande kommen? Was werden die Leute eigentlich gefragt? Und wer bezieht hier Stellung? Das wäre doch mal interessant zu wissen.
Bei der ersten großen Volksbefragung in den 80'ern (ein riesen Aufreger damals - für alle die es durch die Gnade der späten Geburt versäumt haben) kam z.B. raus, dass in Deutschland wesentlich mehr (man nennt das dann "statistisch signifikant") Frauen verheiratet sind als Männer. Das sorgte für allgemeine Verwirrung. Wie geht das denn (Frauen durften damals noch nicht unter sich heiraten)? Ausländer-Pendler-Ehen? Hohe Dunkelziffer männlicher Bigamisten? Nein, viel simpler: da die Befragungen von Haustür zu Haustür und meist durch Männer stattfanden, haben viel Frauen, die alleine zuhause waren, auf die Frage "verheiratet?" mit ja geantwortet (gelogen) - vermeintlich um sich vor etwaigen Übergriffen durch die Befrager zu schützen.
Übrigens gibt es auch Statistiken, die besagen, dass in Gefängnissen, in denen viele Kartoffeln gegessen werden, mehr Gewaltbereitschaft herrscht (Upps - ich sehe die Kartoffellobby in Aktion treten...). Fazit? Liebe Journalisten: Bitte keine Statistiken als Nachricht!
(P.S. Liebes Internet-Orakel, gibt das Frosch-Punkte, auch wenn es Spaß macht, es loszuwerden?)
ChrisDF - 14. Mär, 18:45
